Wähle, was ist

Wählen, was ist

Entspannung durch die Wahl dessen, was ist

Rudolph auf the rainbow…
…schallte es die Tage durch unsere Wohnung. Unverkennbar: Es geht auf die Zeit zu, zu der der Coca-Cola-Weihnachtsmann, mit seinem Schlitten gezogen von Rudolph mit der roten Nase, Klapper-Nikoläuse und Lego Star-Wars-Adventskalender liefert (wahlweise auch Kalender mit Bierflaschen, Zahnpflegeutensilien oder Socken).
Toll!
Nein, nicht toll?

Sicherlich ist dieses Bild, das ich eben von der Vor-Weihnachtszeit zeichnete denkbar gut geeignet, um als Grundlage ellenlanger Advents-Abend-Diskussionen über den Unsinn von blindem Konsum und die Rolle globaler Unternehmen als prägender Faktor der heimatlichen Kultur zu philosophieren.

Doch ehrlich gesagt ist mir einfach danach, zu teilen.
Ich möchte teilen, dass es mein Herz berührt, wenn Kinder singen. Ich möchte teilen, dass auch ich es liebe, jeden Tag eine kleine Überraschung zu erhalten und ja, ich gestehe: Ich liebe die tragisch-liebevolle Figur von Rudolph, der wegen seiner roten Nase zuerst nur gehänselt wird und dann sogar als Leittier den Schlitten ziehen darf, weil die Nase so schön leuchtet.

Und das ist es, was mich wirklich bewegt: Die Möglichkeit zu haben, mich mitzuteilen, meine Freude, Berührtheit oder auch meine Traurigkeit zu teilen.
Diese Möglichkeit hatte ich nicht immer. Noch vor einigen Jahren habe ich meine Rührung runtergeschluckt und meinen Ärger so lange versteckt, bis der Haussegen richtig schief hing. Ein Teil dieser Entwicklung ist dem geschuldet, dass ich jederzeit wählen kann.

Wählen ist eine mächtige Kraft in uns.

Wähle ich z.B. dass ich den Cola-Weihnachtsmann toll finde, dann reg‘ ich mich nicht mehr drüber auf. Er ist toll. Punkt. Das bedeutet nicht, dass ich nun Produkte dieses riesigen Unternehmens kaufe.

Das bedeutet nur, dass ich ab jetzt meine Aufmerksamkeit wieder was anderem zuwenden kann.

Zum Beispiel der Frage, ob ich noch ein paar Plätzen backe oder einen Blog schreiben soll.
Ich kann auch wählen, dass der Planungswahnsinn meiner Familie toll ist. Oder der Deko-Overkill meiner Freundin. Das bedeutet nicht, dass ich deren Ansichten teile oder es nicht anders machen würde, wenn ich alleine wäre. Es bedeuet einfach nur Entspannung.

Probier‘ doch das nächste Mal, wenn Dir was so richtig aufstößt, Dir so richtig schlecht reiläuft oder Dich total annervt, es für einen wilden Moment lang einfach total super zu finden.
Anfangs nur in Dir drin. Und wenn Du echt mutig bist, dann sag: „Hey, so habe ich das noch nie gesehen. Ich finde das toll.“.

Versteh‘ mich nicht falsch: Es geht bei diesem Experiment nicht drum, jemanden zu verarschen oder sich mit einem überheblichen Lächeln über ihn zu stellen. Es geht auch nicht darum, aufzuhören für ein Ziel im Leben zu gehen oder die eigene Wahrheit zu leben. Es geht darum, zu entdecken, welch‘ fantastischer Zugang zu Entspannung sich in der Wahl dessen was ist, befindet.

Statt etwas ändern zu wollen, was außerhalb meiner derzeitigen Macht liegt, wähle ich was ist.

Schone dadurch meine Nerven (Ressourcen) und lebe deutlich entspannter (=energieeffizenter und gesünder). Es ist mir möglich, mit anderen in Kontakt zu bleiben, statt mich über deren Verhalten aufzuregen. Und das ist die Grundlage von Freude – oder um im weihnachtlichen Kontext zu schreiben: Von Harmonie.

Berichte mir von Deinen Experimenten. Was hast Du gewählt, was war? Wie ist es Dir dabei ergangen?

In diesem Sinne:
Entspannte Feiertage!

Stefanie

1 Antwort

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] im Kopf. Das geschieht im Herzen. Es ist die liebevolle Hingabe an das, was ist (vgl. auch meinen Blog-Artikel: Wählen, was ist […]

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*