Erinnerungen an die Zukunft

Unfassbar!Lesezeit 6 Minuten

Plötzlich stehen alle mit Mund-Nasen-Bedeckung im Karate-Trainingsraum.
Öööh?
Habe ich was verpasst?
Ja.
Die neue Bundesvorschrift Training nur noch mit Maske abzuhalten
Aha.
Noch vor kurzem wäre ich innerlich ausgerastet. Hätte mir die Haare gerauft. Wäre auf die Barrikaden gegangen.

Aber vor 3 Tagen wurde mir gezeigt, wie ich happy bleibe, selbst wenn die Welt im Chaos versinkt.

Eigentlich ist es super einfach.

Und das kennen wir ja:
Wenn es einfach ist, ist es vermutlich die Wahrheit.
Wenn es kompliziert ist, ist es vermutlich nicht die Wahrheit.

Und was ist nun das Geheimnis?

Es lautet:

Wir müssen uns nur an das “Richtige“ erinnern und dann passiert auch das “Richtige“ – und zwar sofort.

Nun ist mir klar, dass meine sensationelle Erkenntnis, hier so nackt und ohne Badehose rumliegend, für Dich vermutlich noch gar nicht so mega sensationell klingt.

Lass‘ mich die Erkenntnis sexy machen.

Gib mir Deine Aufmerksamkeit und Dir somit die Chance auf einen niedrigen Puls (auch Gelassenheit genannt).

Was mir den Arsch gerettet hat

Kennst Du die Zeit irgendwann zwischen 02:00 und 04:00 Uhr morgens (egal ob Sommer- oder Winterzeit), in der Du wach wirst, aber nicht wach bist? In der Du messerscharf klar bist und doch irgendwie schläfst? Ich weiß nicht genau, wie dieser Zustand genannt wird oder ob es überhaupt einen Begriff dafür gibt.
Jedenfalls wenn ich in diesem Zustand bin, dann nutze ich ihn immer, um mit meinen Themen ins Reine zu kommen. Ich rufe meine Unterstützer an und lege Probleme dar, bei welchen ich Hilfe möchte.
Oder ich stelle mir die Welt so vor, wie ich sie mir wünsche. Leuchtend bunt, fröhlich, mal ruhig mal ausgelassen. Glücklich. Und ich setze die Absicht, dass ich das erlebe, wenn ich aufwache.

Was ich seit einiger Zeit nicht mehr mache ist in diesem Zustand versuchen die Grundlage für Kreationen zu legen.

Kreationsziele nerven und behindern

Ich gebe zu, dass das “reine Kreieren“ mich schon immer gestresst hat. Diese Fragen nach: „Wenn Du alles haben könntest, was Du willst, was wolltest Du?“ Oder „Wenn Du keinerlei Geldmangel hättest, was würdest Du dann tun?“.

Also diese Fragen, die von einer völlig weißen Leinwand ausgehen, auf die ich geistig malen darf, die gingen mir schon immer auf den Sack. Denn sie waren reflexhaft bei mir begleitet von einem Gefühl, dass ich das “Richtige“ finden und somit kreieren sollte. DAS Ding, DEN Beruf, DIE Berufung etc.

Allerdings ist “Kreieren“ und sämtliche Workshops drumherum derzeit sehr en vogue. Es gibt sogar spirituelle Kreise, die sagen, dass Du nur zu blöd zum Kreieren bist, sollte Dir im real life Unbill widerfahren.

Ich habe dafür eine Exit-Strategie gefunden!

Und zwar das Fühlen.

Fühlen kann ich. Das ist mein Steckenpferd.

Wenn Du mich schon eine Weile kennst, dann weißt Du, dass es mein ganz großes Herzensanliegen ist, dass die Menschen sich wieder trauen zu fühlen. Dass Sie Ihre Gefühle nutzen, statt versuchen diese herunter zu dimmen und sich diesbezüglich zu betäuben.

Bei besagten Erkenntnissen geht es darum, dass man sozusagen übt, wie es sich anfühlt, wenn man da ist, wo man hin will.
Nun hatte ich also die Erleichterung im ersten Schritt. Ich musste nicht mehr darüber nachdenken, was ich WOLLTE, sondern wie es sich dort ANFÜHLTE.

Gut soweit.

Allerdings nahm mir das nicht die Last ab, dass ich immer noch eine Art “Kreationsziel“ haben sollte.
Dieses Mal geht es vielleicht nicht um die Größe des Hauses, das ich mir kreieren will oder die finanziell Freiheit oder die perfekte Beziehung.
Aber es geht doch um einen Zustand, den ich im Moment ja nicht erlebe, den ich aber zukunfts-visions-mäßig fühlen sollte.

Spürst Du den Kurzschluss, den das im Hirn auslösen kann?
Bei mir regelmäßig ausgelöst hat!
Manno!
Und BIS HEUTE hat mir keine noch so tolle Meditation dabei geholfen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Kein Workshop, kein Prozess, kein Buch.

Aber den seinen gibt‘s der Herr ja bekanntlich im Schlaf:

Erinnerung an die Zukunft

Ich liege also – mal wieder – in diesem trance-artigen Klarzustand im Bett und überlege, wofür ich diese coole Phase des Tages nun nützen möchte.
Bock, Probleme zu wälzen, hatte ich keinen. Also fiel die Wahl auf das Thema “Wunschwelt“. Ich dachte an die vorherrschende, weltweite Corona-Verarsche und fragte mich, wie ich mir die Welt eigentlich wünschen würde. Und wie in meinem Kopf schon der Countdown für den Kurzschluss von „mache es bloß richtig“ runterzählt, erinnere ich mich plötzlich an einen perfekten Moment, den ich am Vortag erlebt hatte.
Es war einer der Momente im Leben, der so perfekt ist, dass es fraglich ist, ob das eigene System es überhaupt aushalten würde, wenn das ganze Leben so perfekt wäre.
Der Countdown-Zähler fror ein und verschwand. Ich versank in der Erinnerung an diesen Moment und glitt in den Schlaf.

And this is, where the magic happend:

Völlig in diesem Moment aufgehend bekam ich den Download von oben. Und er lautete:

„Stefanie, es genügt völlig, wenn Du diesen perfekten Moment immer wieder fühlst. In dem Moment, wo Du Dich an diesen Moment erinnerst, formst Du die Zukunft daraus.“

Und genau das geschah auch in der Gegenwart: Es war nicht mehr die bloße Erinnerung an den vergangenen Moment, sondern der Moment wurde zur Gegenwart. Ich fühlte ihn nicht erinnernd sondern präsent und gegenwärtig.

Bäääm!

Es ist eine krasse Technik, weil sie
SUPER SIMPEL ist und weil niemand sich mehr mit Visionen von Zukünften stressen muss.

ES REICHT, WENN WIR UNS ERINNERN, LEUTE!!!

Wenn Du (wie ich) daran glaubst, dass Zeit und Raum eine Illusion sind, dass es auf jeden Fall mehrere Parallel-Universen gibt und dass jede Zukunft bereits war, dann ist diese Technik wie für Dich gemacht.

Du erinnerst Dich einfach an die allerbesten Momente in Deinem Leben und schwupps holst Du sie in die Gegenwart.

Erwähnte ich bereits, dass es einfach ist? 🙂

Der Unterschied zur Nostalgie

Es gibt eine Kleinigkeit, auf die ist dringend zu achten:
Es geht bei dieser Technik nicht darum sich in Melancholie zu suhlen.
Frei nach dem Motto:
„Mei, des waren no Zeitn, als mei Mo no g‘lebt hod.“
Oder Hochdeutsch: Früher war alles besser.
NEIN!
Darum geht es nicht.
Melancholie und Nostalgie sind beides Gefühlsmischungen aus Freude und Traurigkeit und diese Mischungen bringen uns genau nirgendwo hin.

>>>> EXKURS Gefühlsmischungen:
Gefühle sind extrem intelligente Lebensratgeber. Allerdings können sie Dich nur in ihrer reinen Form unterstützen. Eine Depression ist im Leben nicht hilfreich. Klare Wut und klare Traurigkeit hingegen schon. Mit Hilfe der Wut kannst Du Grenzen setzen und Dinge beenden. Mit Hilfe der Traurigkeit kannst Du etwas loslassen, Dich verabschieden und so den Neuanfang vorbereiten.
Gemischt ist man diesem Strudel allerdings hilflos ausgeliefert.
Dies gilt genau so für Melancholie oder Nostalgie. Diese beiden Gefühlszustände sind eine Mischung aus Traurigkeit und Freude. Bei der Melancholie überwiegt die Traurigkeit, bei der Nostalgie die Freude.
Wenn wir uns solchen Mischungen hingeben, dann ist es, als ob die Zeit stehen bleibt. Wir fühlen, fühlen, fühlen, aber es ändert sich nichts im Leben.
Wenn wir Gefühle nutzen wollen, dann sollten wir sie in ihrer reinen und klaren Form ins Leben einladen. Willst Du mehr darüber erfahren? Dann schreibe mir eine E-Mail und ich sende Dir meinen Gefühls-Guide zu info @ stefanieheidtmann.de
EXKURS ENDE <<<<<

Sei also bestrebt, wenn Du ein Gefühl aus Deiner Erinnerung aktivierst, dass Du Dich nicht hinein sumpfst oder gar in die Vergangenheit davon ziehen lässt.
Nimm das Gefühl in die Hand wie einen vollen Teller mit leckerer, heißer Suppe. Schnuppere daran, freue Dich auf den Hochgenuss. Du bist achtsam, nichts zu verschütten. Du genießt den Moment.

Ich erzählte einem Freund von meiner Erkenntnis und er nickte anerkennend mit dem Kopf und meinte:
„Ich verstehe, Du aktivierst das Energiemuster der Vergangenheit erneut.“

So drücken es Männer aus.

ALLTAGSTAUGLICHKEIT

Weißt Du woran man erkennt, ob eine spirituelle Technik alltagstauglich ist?
Daran, dass man sie nicht nur alleine auf dem Meditationskissen anwenden kann sondern im echten, harten Leben.

Machen wir den Praxischeck:

Ein kleiner Junge versucht im Bus den Knopf mit der Bustür-Öffungsanforderung mit seinem Ellenbogen zu drücken, weil seine Eltern ihn vor Corona gewarnt haben.
Dein System schwankt zwischen:
„Was ein Nerd – dem zeige ich gleich mal was cool sein heißt!“ und
„Oh mein Gott, was sind das für Eltern, die ihr Kind in solche Angst versetzen?!“.
Beide Gefühlszustände helfen weder Dir noch dem Kind weiter. Auch der aktuellen C.-Situation wird kein neuer Impuls hinzugefügt.

–> Das bedeutet, die Zukunft bleibt so, wie es ist.

Neu wäre, wenn Du Dich JETZT daran erinnerst, wie Du Dich gefühlt hast, als Kinder ganz normal den Bustür-Öffungsanforderung-Knopf mit ihren Fingerchen gedrückt haben. Und zwar an jeder Haltestelle, egal ob sie aussteigen wollten oder nicht.
Dann geschehen gleich mehrere Dinge:
1. Du lässt den Jungen energetisch in Ruhe – er hat seine Gegenwart so gewählt, wie sie sich Dir gerade darstellt. Du hast darüber nicht zu urteilen.
2. Du lässt Deine hässlichen, nervenden oder zerstörerischen Gedanken in Ruhe. Dein Verstand beruhigt sich.
3. Du gibst eine neue Erinnerung für diese Präsenz ins Feld.

Und egal, wie klein oder privat der Moment war, die Erinnerung daran verändert die Zukunft!

Es handelt sich hierbei um den Schmetterlingseffekt, den wir uns zu nutze machen. Schmetterlingseffekt ist der Ausdruck dafür, dass man nicht sagen kann, wie sich kleine Änderungen in einer Situation langfristig auf deren Entwicklung auswirken. Es kann also sein, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings dazu führt, dass Du irgendwann mal eine Villa mit Pool hast – oder eben nicht.

Daher ist es also alles andere als egal, was Du in einem Moment tust – und mag der Moment noch so kurz und der Gedanke noch so klein sein. Wir wissen nie, welche enormen Veränderungen auch kleinste Dinge hervorrufen können.

 

Ein Baum im Wald kann alles verändern

Stell Dir vor, Du schaust Dir einen dichten Wald an. Und eine Stunde später schaust Du ihn wieder an. Es kann sein, dass Dir nicht auffällt, dass im Inneren des Waldes ein Baum umgefallen ist. D.h. für Dich hat sich scheinbar nicht verändert. Aber an der Stelle, an der der Baum umgefallen ist, da ist ein neues Universum entstanden.

Alle kleinen Sprösslinge erhalten auf einmal viel mehr Licht und können viel mehr wachsen als zuvor. Kleinstlebewesen finden ein neues Zuhause und können sich vermehren, ebenso wie die Pilze und Moose, die den Baum zersetzen werden. Vielleicht bietet der Baum jetzt einer Mäusefamilie einen neuen Unterschlupf. Diese vermehrt sich und dadurch hat Mama Fuchs die Chance, zwei Junge mehr durchzubringen.

Einer dieser Füchse wird mal ein Huhn jagen und der Bauer, der dann mit der Schrotflinte auf auf ihn schießt, erwischt dabei seine eigene Frau, die wenige Tage später an den Entzündungen der Einschusslöcher stirbt. Dabei kommt das Testament zu Tage, welches sie geschrieben hat und es fliegt auf, dass sie seit Jahren einen Lover im Tessin hat und dieser ihren Anteil am Hof erbt. Der schöne Schweizer kommt, um sein Erbe anzutreten, wobei der Bauer zum zweiten Mal zur Schrotflinte greift und klar Schiff macht.

Daraufhin wandert er ins Gefängnis, wo Du bereits Deine Haftstrafe absitzt, weil Du im März keine Maske beim Scheißen auf dem Kaufhausklo getragen hast. Der Bauer findet Dich sympathisch und vererbt Dir den Rest vom Hof, weil er beschlossen hat, seinem Leben nach dem Knast als Einsiedler auf seiner Jagdhütte fortzusetzen.
Und wenn Du nicht gestorben bist, gehört Dir der Hof noch heute.

Und die Moral von der Geschicht‘:
Jeder Gedanke hat Gewicht!

Bist Du bereit, Dich jeden Tag so oft wie es nur geht daran zu erinnern, wie geil es in unserer perfekten Zukunft ist?

Ich lade Dich dazu ein!

Zusammen schaffen wir das – ich zähle auf Dich.

Alles Liebe,
Stefanie

 

Stefanie HeidtmannWer hier schreibt:

Stefanie ist Autorin und Potential-Coach. Sie hat 2 Söhne und 2 Patchwork-Kinder. Sie schreibt in Ihrem Blog über handfeste Alltagswerkzeuge, für mehr Reichtum, Erfolg und Freude im Leben. Sie nutzt jede Minute ihres Lebens aus, um die Gesetze der Evolution zu erforschen, zu spielen und einfach Spaß im Leben zu haben. Dabei ist sie durchaus auch schon durch dunkle Täler gewandert. Ihr Herzensanliegen ist es, die Welt wieder zu dem Paradies zu machen, als die sie gedacht ist.
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4 Kommentare
  1. Saskia
    Saskia sagte:

    Was für ein großartiger Artikel. Wieder einmal! Vielen lieben Dank dafür. Trotz der Erheiterung beim Lesen habe ich den Kern verstanden und werde ich den Ratschlag auch umsetzen.

    Antworten
    • Stefanie
      Stefanie sagte:

      Na, das wäre ja schön blöd, wenn lernen nur ohne Spaß funktionieren würde. Gut, dass wir diese Realität abgewählt haben, nicht wahr?
      Alles Liebe für Dich, Stefanie

      Antworten
  2. Florentine
    Florentine sagte:

    Danke Stefanie für diese Erinnerung. Ich mache das genau so, wie es beschreibst. Allerdings habe ich bis heute eher mit Wehmut diese Gedanken gehabt, wenn ich mir die alten Verhaltensweisen vor Augen geführt habe. Das ändert sich jetzt. Ab heute wird dies in Freude umgewandelt.
    Liebe Grüsse Deine Flo

    Antworten
    • Stefanie
      Stefanie sagte:

      Danke für Deinen Kommentar. Jaaa, es ist so mächtig, wenn man die Vergangenheit für sich nutzt! Prima, dass Du die Technik schon nutzt und jetzt zum Feinschliff gehen kannst! Alles Liebe, Deine Stef

      Antworten

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